ONLINE-SHOP            english           
NEWSLETTER 

GEBURTENKONTROLLE MIT PZP

Wer glaubt, die Situation der Mustangs entspannt sich oder den Pferden ginge es gut, der irrt. Welche Alternativen zum Einfangen und Halten in Auffangstationen gibt es?

 

Über verschiedene Projekte versucht man die Population einzudämmen oder zu regulieren. Dazu gehört z. B. die Medikation mit PZP einem Medikament, welches verhindert, dass die Stuten "aufnehmen". Was gut klingt, bleibt allerdings auch eine kritische Lösung. Die Stuten kommen trotzdem in die Rosse, sodass die Herden über Monate in Aufruhr sind. Hengstkämpfe finden nicht nur zur üblichen Decksaison statt, sondern das ganze Jahr über. Inwiefern die permanent gedeckten Stuten gesundheitliche Probleme davontragen, ist heute noch nicht erforscht. Die Medikation hält nur 1-2 Jahre an. Danach müssen die Pferde erneut eingefangen werden, um ihnen das Medikament zu spritzen. Wenige Herden können per Blasrohr behandelt werden. 2018 sind lediglich 702 Pferde mit der aufwendigen Methode behandelt worden. Ein weitere Möglichkeit ist das Sterilisieren von Stuten. Dabei möchte man zunächst in einem Pilotprojekt herausfinden, wie sich dieser Eingriff langfristig auf das Verhalten, die Herdenstrukturen usw. auswirkt. Der Eingriff, der ähnlich der Kastration von Hengsten unter Sedation durchgeführt werden würde, verhindert dauerhaft eine Schwangerschaft der Stuten. Dieses Pilotprojekt immer wieder von rand- gruppierten Tierschützern verhindert. Beides Ansätze, die viel kritisiert sind, den Pferden aber nicht das Leben in Freiheit nehmen.

 

Zurück zur Situation der Mustangs